Transformation in der Gesellschaft – wie können wir digital und nachhaltig zusammendenken?

26. Aug. 2021 - Nachbericht

Im Rahmen der Digital Future Challenge diskutierten Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bei einem Online-Themenabend, wie CDR als Treiber für eine menschenzentrierte und nachhaltige digitale Transformation wirken kann.

Corporate Digital Responsibility (CDR) steht für ein verantwortliches Unternehmenshandeln in der digitalen Welt und hat das Ziel, Unternehmen zu motivieren, die Digitalisierung werte- und gemeinwohlorientiert zu gestalten. Doch wie genau kann CDR zum Treiber für eine menschenzentrierte digitale und nachhaltige Transformation werden? Und wie können Unternehmen und Organisationen Digitalisierung für die eigene nachhaltige Transformation nutzen? Über diese und weitere Fragen sprachen beim zweiten Online-Themenabend im Rahmen der diesjährigen Digital Future Challenge am 29. Juli 2021 Prof. Dr. Christian Kastrop (, Staatssekretär), Birgit Klesper (Deutsche Telekom, Senior Vice President Group Corporate Responsibility) und Nicolai Andersen (Deloitte, Leiter Geschäftsbereich Consulting). Die Moderation übernahm Dr. Ole Wintermann (Bertelsmann Stiftung, Senior Project Manager Programm Unternehmen in der Gesellschaft).

Staatssekretär Kastrop: Digitalisierung Schlüssel für nachhaltige Entwicklung

Zu Beginn der Veranstaltung erläuterte Prof. Dr. Christian Kastrop, dass die aktuelle Flutkatastrophe in Deutschland einmal mehr verdeutlicht habe, welchen Einfluss der Klimawandel schon heute habe und wie wichtig es deshalb sei, eine nachhaltige Transformation unserer Gesellschaft zu erreichen. Dazu bedürfe es auch digitaler Mittel und Innovation. Digitalisierung allein könne aber nur ein Schlüssel sein, wenn diese selber nachhaltig gestaltet werde.

Nachhaltigkeit muss in allen Unternehmensbereichen umgesetzt werden

Birgit Klesper und Nicolai Andersen stellten in zwei Pitches die Arbeit ihrer Unternehmen im Themenfeld nachhaltige Digitalisierung vor. Dabei hob Birgit Klesper hervor, dass CDR für die Deutsche Telekom viele Facetten habe. Vor allem erwarten Kundinnen und Kunden, dass das Netz der Deutschen Telekom sicher sei und dass die Daten der Kundinnen und Kunden sicher gespeichert werden. Außerdem müssen Kundinnen und Kunden ein Mitspracherecht bei der Nutzung ihrer Daten haben. Neben dem vertrauensvollen Umgang mit den Daten der Verbraucherinnen und Verbraucher stehe insbesondere das Thema „Umwelt und Ressourcen“ im Fokus der unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsstrategie. Die Ziele reichten dabei von der hundertprozentigen Nutzung von erneuerbaren Energien bis zur nachhaltigen Kooperation mit Lieferantinnen und Lieferanten. Wichtig sei laut Birgit Klesper vor allem, dass die Maßnahmen im ganzen Unternehmen umgesetzt würden und nicht nur in einer Abteilung. Nicolai Andersen bekräftigte zu Beginn seines Pitches diese Aussage von Birgit Klesper und stellte dar, dass die digitale Transformation in einem Unternehmen nur gelingen könne, wenn alle im Unternehmen, insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen, worum es dabei geht. Digitale Transformation bedeute immer, Entscheidungen in Abwägung miteinander zu treffen. In der Ausgestaltung der digitalen Transformation sei ihm besonders wichtig, dass es nicht nur „schwarz und weiß“ gebe. Vor allem solle ein stärkerer Fokus auf den Nutzen von neuen Technologien wie zum Beispiel Algorithmen liegen.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Wie kann die doppelte Transformation gelingen?

In Anschluss an die beiden Kurzpräsentationen diskutierten die Teilnehmenden über Maßnahmen, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit in Unternehmen zusammengedacht werden können. Die Teilnehmenden waren sich dabei zum Ende einig, dass es zur Bewältigung dieser doppelten Transformation in Unternehmen vor allem generationsunabhängigen Weiterbildungsangeboten und einer Offenheit gegenüber neuen Technologien bedarf. Die Politik könne diese Prozesse auch unterstützen, indem sie Vorgaben macht, mit Unternehmen und Zivilgesellschaft zusammenarbeitet und dabei Impulse aufnimmt sowie indem sie sich darum kümmert, dass niemand in der digitalen Welt zurückgelassen wird.


Die Digital Future Challenge ist ein vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördertes gemeinsames Projekt der Deloitte-Stiftung und der Initiative D21 in Zusammenarbeit mit der CDR-Initiative des , um die Verantwortung von Unternehmen im digitalen Wandel, sprich Corporate Digital Responsibility (CDR), zu beleuchten. Bundesweit waren Studierende im Sommersemester dazu aufgerufen, anhand konkreter Beispiele aus der Unternehmenspraxis Prinzipien und Eckpunkte für ein verantwortliches Handeln von Unternehmen in der digitalen Welt zu erarbeiten.

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